Vorstellung eines neuen...




...Fragen und Antworten zu den "kleinen"70er-Jahre CBs: CB/SS50, CB100, CB125, CB200, CB250

Vorstellung eines neuen...

Beitragvon Matthias » Do 22. Mär 2018, 16:02

Hallo in die Runde!
Ich bin ganz neu hier im Forum und wollte mich wenigstens mal kurz vorstellen...
Mein Name ist Matthias Naumann aus Hasselroth in Hessen. Mit meinen 54 Jahren nicht mehr ganz taufrisch.
So, wie meine kleine Honda, meine CB 100, auch.
Sie ist EZ 1974 und war 1979 mein erstes Motorrad. Unwesentlich schneller als meine Kreidler zuvor fuhr ich sie nur knapp ein Jahr. Danach habe ich sie verkauft und mir eine CJ 250 T zugelegt.
Aus 'nostalgischen' Gründen habe ich sie dann ein Jahr später mit vielen tausend Kilometern mehr auf der Uhr wieder zurückgekauft. Seither war sie nie mehr angemeldet und stand sich in verschiedenen Garagen trocken und eingestaubt die Reifen platt. Eine alte VFR 750 und zwei giftige italienische 125er Yamaha Zweitakter bewegen mich derzeit auf zwei Rädern...
Letzten Sommer hat mein nunmehr knapp 18 Jahre alter Sohn sie hervorgekramt und mich dazu genötigt, sie gemeinsam mit ihm wieder auf Vordermann zu bringen (zu restaurieren zu sagen wäre übertrieben).
Micha, mein Sohn, ist gnadenlos verliebt in die Kleine :P
So haben wir sie gemeinsam wieder zum Leben erweckt und beim TÜV vorgefahren.
Der wollte noch ein neues Lenkkopflager und voila' - der TÜV hat sie abgesegnet.
Seither bin ich etwa 1200 Kilometer mit wachsender Begeisterung und wechselnden kleinen Problemchen (2 mal bei Vollgas klemmender Vergaserschieber , Ölverlust Lima, grundsätzlich anfälliger Vergaser, in letzter Zeit Startprobleme) auf der Kleinen unterwegs gewesen.
Heute macht sie mir viel mehr Spaß als früher...
Im Stand läuft sie in letzter Zeit unruhig und geht gerne aus. Dieses Wochenende werde ich daher den Fliehkraftversteller durchchecken, einen neuen Kondensator verbauen und die Zündung nochmal überprüfen. Dazu habe ich mir den Behelf mit der 6 V Birne gebastelt. Ich habe zwar auch eine Zündzeitpunktpistole, komme damit aber ums verrecken nicht klar. Leider :(
Viele Grüße an alle im Forum!
Matthias
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von Anzeige » Do 22. Mär 2018, 16:02

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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon andijott » Di 27. Mär 2018, 10:54

Hallo Mattias,
herzlich willkommen hier! Tolle Vorstellung, danke!

Kann mir gar nicht vorstellen, dass die CB so schwach war? Klar, sie ist kein Leistungswunder, aber über 100 müßte sie schon gehen - da dürfte eine normale Kreidler nicht mitkommen?
Gruß
Andi J
www.CB100.de
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon gruzzel » Mi 4. Apr 2018, 18:04

Moin Matthias,

auch von mir ein herzliches Willkommen! Schön, dass ihr die CB100
in Ehren haltet. Wir freuen uns auf weitere Berichte!

Meine ruht noch im Winterschlaf, aber sobald es wärmer ist, kommt
sie als erstes aus dem Schuppen, vor den dickeren Schwestern!

Kurze Inspektion, Ölwechsel - und dann los!

Ich hatte nach der Restauration (komplett) zunächst auch Probleme.
Der Motor fing ab ca. 5000Upm an zu stottern. Anspringen war kein
Problem, und Leerlauf auch nicht. Der Vergaser war aber auch wie
neu überholt!

Ich hatte dann auch den Fliehkraftregler in Verdacht, und habe einen
ganz neuen eingebaut. Der war es aber nicht...

Letztendlich habe ich den Ölschwamm aus dem Luftfilter genommen,
und seither rennt die Kiste wie sonstwas!

:D

Marco
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon Matthias » Do 5. Apr 2018, 13:06

Maaahlzeit!

Vielen Dank für die nette Begrüßung!

Meine Kreidler, damals Kleinkraftrad, hatte zwar nur etwa 6 PS (war halt 'überarbeitet', Zweitakter sind einfach seit jeher meine Leidenschaft...), aber die lief schon echt giftig und gut! Es war dann kein sooo großer Schritt mehr zur CB 100...

Den neuen Fliehkraftregler habe ich eingebaut und siehe da: der Zündzeitpunkt lässt sich jetzt auch mit der Zündpistole gut einstellen. Die Federn des alten Fliehkraftreglers hatten es einfach hinter sich und waren 'durch'.

Nichtsdestotrotz will die Kleine nicht mehr so recht laufen. Sie springt zwar gut an, das Standgas lässt sich aber einfach nicht einstellen. Manchmal dreht es viel zu hoch geht dann runter, dümpelt kurz vor sich hin und dann stirbt der Motor ab. Grundsätzlich fährt die Kleine seit ihrer Wiederbelebung je nach Tagesform seeehr unterschiedlich. Mal fährt sie sich, als bekäme sie zuviel Sprit, manchmal als bekäme sie zuviel Luft. Und manchmal fährt sie auch einfach richtig gut :lol:
Zündspule, Kondensator, Kontakte, Kerze und Kerzenstecker habe ich schon erneuert. Den Vergaser habe ich schon mehrfach zerlegt und gereinigt. Luftfilter auch. Die Benzinzufuhr ist gesichert! Ventile sind eingestellt.
Beim letzten auseinandernehmen habe ich gesehen, dass der Verbindungsschlauch Luftfilter - Vergaser eingerissen ist. Bei meinen Zweitaktern macht sich solche Falschluft sehr schnell bemerkbar - aber bei einem Viertakter...? Egal, ich habe in Thailand einen Nachbau bestellt. Und auch einen neuen Nachbau-Vergaser. Was der taugt werde ich sehen...

Die Idee mit dem Ölschwamm im Luftfilter ist mir bisher noch nicht gekommen. Das werde ich am Wochenende gleich mal ausprobieren!

Hast Du irgend einen anderen Filter dafür ersatzweise reingehängt?

Sonnige Grüße aus Hasselroth!

Matthias
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon Mattias » Sa 7. Apr 2018, 02:05

Gestern Nachmittag habe ich mal nachgesehen: Ölschwamm Fehlanzeige...
Da er gar nicht drin war habe ich ihn bei der letzten Reinigung auch gar nicht vermisst und nur das Metallgeflecht gereinigt und eingeölt.
Ich habe jetzt mal einen neuen Ölschwamm bestellt.

Ich setze aber große Hoffnungen auf den Nachbau Vergaser.
Momentan springt die Kleine wieder schlechter an und geht nach ein paar Minuten Vollgasfahrt auf der Autobahn immer wieder aus als ob sie keinen Funken hätte oder keinen Sprit bekäme. Kurz vom Gas runter kommt sie dann wieder, fährt aber nur unter spucken und sprotzen weiter...
Mattias
 

Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon andijott » Sa 7. Apr 2018, 09:43

...auch wenn du da schon alles erneuert hast: für mich klingt das nach Elektrik - oder wie die Engländer sagen: 90% aller Vergaserstörungen kommen von der Elektrik :-)
Gruß
Andi J
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon Matthias » Sa 7. Apr 2018, 23:05

Hmmmmm, ich habe keinerlei Idee, wonach ich bei der Elektrik noch suchen könnte... :shock: p
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon andijott » So 8. Apr 2018, 15:50

....ja, sowas ist immer schwierig und nervig. Kannst nur eines nach dem anderen ausprobieren. Nachdem du die Neuteile schon bestellt hast, probiere die doch (aber immer nur eines!) aus, entweder du hast Glück oder du kannst etwas ausschließen.... Beschreibe vielleicht noch mal genauer: "Kurz vom Gas runter kommt sie dann wieder, fährt aber nur unter spucken und sprotzen weiter...">>>hält das an? oder bessert sich das dann später von alleine wieder???
Gruß
Andi J
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon gruzzel » So 8. Apr 2018, 21:27

Moin,

da heute richtig gutes Wetter war, habe ich meine CB100 aus
der Scheune geholt. Batterie eingebaut, Schwimmerkammer voll
laufen lassen, Zündung an, und was soll ich euch sagen - beim
ersten Kick sprang der Motor an. Ging dann gleich wieder aus,
aber nach dem dritten Kick lief er. Ein wenig mit dem Choke
rumgestellt, und dann lief die Kiste rund.

Nachdem ich Ölwechsel gemacht hatte, habe ich dann vier
Stunden geputzt, hatte ich letztes Jahr verschlurt. Jetzt
sieht sie wieder richtig gut aus!

Tja, Matthias - echt blöder Fehler bei Dir! Also aus meiner
Sicht ist die Bestellung des neuen Vergaserschlauches schon
richtig. Falschluft können Viertakter auch nicht gut ab. Dass
Dein Standgas nicht stabil ist, weisst auch auf so etwas hin.

Elektrik kann natürlich auch sein, wie Andi schon sagt. Kann
sein, dass die Zündspule bei Wärme Mucken macht.

Ach so, ich habe anstatt des Ölschwamms gar nix eingebaut,
das Drahtgeflecht reicht aus, meine ich.

:idea:

Marco
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Re: Vorstellung eines neuen...

Beitragvon Matthias » Mo 23. Apr 2018, 15:34

Hi miteinander!

Sorry, ich war kurzzeitig außer Gefecht gesetzt - daher erst jetzt wieder etwas von mir...

Andi:
das 'fährt unter spucken und sprotzen weiter' habe ich lösen können. Trotz neuem Benzinhahn ist die Versorgung des Vergasers bei niedrigem Füllstand des Tanks (aber noch oberhalb Reserve) bei Vollgasfahrt nicht ausreichend und es kommt immer wieder zu einer mangelnden Spritversorgung. Und dann geht sie entweder aus oder fährt eben nur noch spuckend weiter. Wie ich dieses Problem lösen kann weiß ich zwar noch nicht (außer dauernd volltanken...), aber ich habe es zumindest mal lokalisieren können.
Vorerst schalte ich sofort auf Reserve - in dieser Stellung läuft doch etwas mehr Sprit durch den Schlauch und ich komme Problemlos einige Kilometer weiter.

Das nicht einstellbare Standgas bleibt mir nach wie vor rätselhaft. Sie dreht entweder sehr hoch und geht dann mit der Drehzahl runter bis zum absterben oder sie bleibt mit der Drehzahl oben oder sie dreht gar nicht hoch und läuft im Stand ganz normal oder, oder, oder - alles drin...
Mir ist zwar sowas noch nicht vorgekommen, doch vielleicht ist der Vergaser ja tatsächlich 'ausgeleiert'. Schließlich hing der Schieber letzten Herbst auch schon zwei mal bei Vollgas (lag nicht am Zug) so dass ich ihn nur mit Kraftaufwand aus dem Vergaser herausbekam. Danach musste ich den Schieber beide Male mit Stahlwolle bearbeiten, damit er wieder leichtgängig geflutscht hat. Das macht die Vergaserabstimmung natürlich auch nicht besser - aber Standgasprobleme hatte ich danach bis vor kurzem eigentlich keine...
Den Verbindungsschlauch Vergaser - Luftfilter habe ich schon ausgetauscht.
Ich hoffe hier wirklich auf den Thailändischen Nachbau Vergaser!

Und was die Engländer angeht - doof sind die nicht :lol:

Was ich die Tage festgestellt habe ist, dass der laufende Motor bei Betätigung des Blinkers 'Aussetzer' hat - und zwar im Blinkrhythmus. Wenn dazu auch noch das Licht an ist, ist der Effekt weit stärker.
Im Stand bei laufendem Motor stirb er sofort ab, sowie Licht und Blinker betätigt werden. Da die kleine Batteriezündung hat scheint aus irgend einem Grund der Batteriestrom bei Licht und Blinker zusammenzubrechen.
Mit dem Multimeter gemessen hat die (ziemlich neue) Batterie zwischen 6,08 und 6,22 Volt wenn der Motor nicht läuft.
Wenn der Motor läuft erhöht sich dieser Wert allerdings auch nicht wirklich... Bei laufendem Motor sind an den Polen maximal 6,40 Volt zu messen.

Beim 12 Volt Auto ist lädt die Lichtmaschine ja mit über 14 Volt.
Müsste da bei laufendem Motor an der kleinen CB nicht mehr als 6 Volt an den Polen der Batterie zu messen sein?

Und ich wollte sie auch nicht auf 12 Volt umrüsten...
Matthias
 
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