Mi 14. Nov 2018, 13:23
Moin,
grundsätzlich hat der Mann mit seinem Tipp recht. Kommt eben darauf an,
was Du für ein Typ bist. Ein Bastelfreak nimmt den Motor natürlich auseinander
und checkt alles ab. Einer, der da nicht so heiß drauf ist, macht es, wie von
Deinem Kontakt empfohlen. Ich denke mal, mit beiden Varianten macht man
nichts falsch.
Ich habe einen CB100 Motor, der lag auch lange in einem Schuppen und sah
grottenschlecht aus. Den habe ich im zusammengebauten Zustand gestrahlt
(entsprechend abgedichtet) und alles akribisch gereinigt und eingestellt, ohne
den Motor zu öffnen. Neues Öl rauf - und der Motor schnurrt bis heute ohne
zu mucken.
Einen anderen habe ich komplett zerlegt, revidiert und grundüberholt, und
der schnurrt heute auch noch wie ein Kätzchen. Bei den Einzylindern ist das
ganze ja relativ "einfach", wenn man sich mal rangetraut hat.
Und wenn der erst 8500km gelaufen hat, dann ist die Variante Deines
Bekannten sicher nicht falsch. Ich habe einen 500er und einen 750er
Motor gehabt, welche beide 20 Jahre lang draussen, unter einer Plane
auf dem Rasen lagen. Die sahen von aussen schrottreif aus. Von innen
waren die tipp topp, weil überall noch Öl dran war.
Na ja, lange Rede kurzer Sinn - so sehe ich das.
Marco