Begrüßung und Vorstellung




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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon gruzzel » Mo 14. Jan 2019, 11:52

Moin,

teile grundsätzlich die Meinung von Holger. Allerdings muss ich aus
meiner Erfahrung sagen, dass ich mich bei 90% der Reproteile ärgere,
weil diese nicht passen, verpfuscht oder von schlechter Qualität sind.

Also würde ich auch beim Vergaser versuchen, den alten Krams zu
retten. Den Bügel der Schwimmerkammer und den Chokehebel
würde ich verzinken lassen. Das kostet maximal 10€. Und wenn man
die Teile dann anschließend noch mit Autosol putzt, dann sehen
die aus wie verchromt.

Ich kenne die von Holger beschriebenen Vergaser nicht, aber wenn
die original aussehen, und 50€ kosten - wäre natürlich auch eine
Überlegung wert...

:roll:

Marco
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von Anzeige » Mo 14. Jan 2019, 11:52

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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon holgonda » Mo 14. Jan 2019, 23:08

der Vergaser sieht so aus :
Bild
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon gruzzel » Mi 16. Jan 2019, 23:11

Moin,

das sieht in der Tat recht original aus!

:!:

Marco
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon dirk550four » Mi 16. Jan 2019, 23:22

Hallo Holger und Marco,

vielen Dank für Eure Meinungen und Anregungen. Der neue Vergaser hat natürlich was, aber er sticht auch optisch stark vom Zylinderkopf ab...hier in meiner Küche (...bin Single, ich darf das...!) ist die Lage inzwischen so, daß ein weiteres Vollbad, dieses Mal in Aceton, den Ablagerungen ziemlich den Garaus gemacht hat. Der trockene Rest ließ sich ganz gut mit einem Pinsel entfernen, den Rest macht die Druckluft. Ich denke zugunsten der Originalteile werd ich es erstmal mit dem alten Keihin-Vergaser und einem Keystersatz versuchen. Da sind dann ja auch alle notwendigen Dichtungen und die ganzen kleinen Düsen, die man so nicht mehr sauber bekommt, auch drin. Den Schieber, der beim Ausbau ein paar kleine Macken erhalten hat, hab ich etwas beigearbeitet und er läuft wieder einwandfrei.

Marco, mit dem Verzinken hast Du natürlich recht, da werden ja sowieso noch einige Teile zusammen kommen und der Chokehebel geht dann auch mit. Die Klammer für die Schwimmerkammer gibts auch noch neu für nen Fünfer...So mach ich´s!

Blöd ist, daß es kalt und dunkel ist wenn ich abends noch zum Basteln in die Garage will. Mal sehen ob ich am Wochenende endlich den Motor komplett freigelegt kriege...

Bis dann viele Grüße,
Dirk
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon holgonda » Do 17. Jan 2019, 20:09

Hallo ,
denke auch das der Originalvergaser die bessere Option ist .
Ich kann dir da diese Kiste empfehlen https://www.ultraschall-welt.de/ultraschallreiniger/emmi-40-hc-mit-ablaufhahn.html
Ist zwar erstmal ne teure Investition , aber das putzt Teile wie aus Geisterhand .
Mit erstaunlichen Ergebnissen und spart letztlich gaaaanz viel Zeit .
Mach doch ein paar Fotos von deiner Restauration ,würde mich freuen .
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon gruzzel » Fr 18. Jan 2019, 14:17

Moin,

jau, denn man tau! Und denk dran, der Schwimmerstand muss nachgestellt
werden, wenn Du Keyster verbaust. Die Nadeln sind etwas größer als original.
Weiß nicht mehr genau, ob ich das hier schon mal geschrieben habe... :mrgreen:


Marco
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon dirk550four » Sa 19. Jan 2019, 18:24

Hallo Leute,

hab heute mittag mal ein wenig weitergeschraubt und die Vergasereinzelteile mit dem Dremel und einer Nylonbürste von den letzten Verkrustungen befreit. Danach das Gehäuse mit Autosol poliert, wo ich hinkam. Das Ergebnis ist eigentlich ganz gut geworden, habs nur mal lose ohne Einbauten fürs Foto zusammengesteckt:

kP1191650.jpg


Dann war da noch der undichte Schwimmer / Nichtschwimmer, in dem es gluckerte. Bei näherem Hinsehen zeigten sich an der Seite einen Kammer einige poröse Stellen aus denen es langsam vor sich hin tröpfelte:

kP1191642vor.jpg


Eines der Mikrolöcher hab ich vorsichtig mit einer Spritzenkanüle erweitert, um die verbliebene Flüssigkeit restlos absaugen zu können. Dann hab ich die betroffene Stelle wieder vorsichtig zugelötet, in der Hoffnung das Gewicht des Schwimmers nicht allzu sehr verändert zu haben:

kP1191645nach.jpg


Müßte jetzt also wieder gehen. Marco, die Anregung mit dem Schwimmerstand nehme ich gerne auf, muß mir die Zusammenhänge nochmal vor Augen rufen. Wenn die Nadeln jetzt größer sind kommt ja bei gleicher Schieberstellung weniger Sprit durch, vorausgesetzt die Nadel ist im gleichen Ring eingehängt. Also muß das Schwimmernadelventil eine größere Fördermenge bereit stellen...mal überlegen was das für den Schwimmerstand bedeutet, wahrscheinlich muß das Ventil früher öffnen. Zum Glück habe ich die Möglichkeit, alte und neue Nadel auf der Arbeit genauestens zu vermessen...
@ Holger, ganz genau so ein Ultraschallgerät haben wir im Betrieb auch, tatsächlich eine enorme Erleichterung. Ich hab mir mal privat auch eines gekauft, das war aber viel billiger und offenbar auch nicht so leistungsfähig. Als Medium nehme ich einen verdünnten Industriereiniger, aber vielleicht gibts da auch noch was besseres.
Und Fotos werde ich gerne machen, aber wie schon mal gesagt stehe ich bei dem Projekt noch ziemlich am Anfang. Überlege aber, die kleine Maschine zum Werkeln ins Wohnzimmer zu holen, das hab ich damals mit der Kawasaki auch gemacht. Das Arbeiten geht leichter und insbesondere Kabel lassen sich bei Wärme deutlich leichter verlegen. Werde berichten.

Viele Grüße Dirk
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon gruzzel » So 20. Jan 2019, 13:50

Moin,

jau, watte sachs! Ich bin heute Morgen bei +2°C in die Garage
gegangen. Das ist doch ein wenig frostig. Mit Heizung kam ich dann
nach einer Stunde so auf 10°C, das geht dann schon ganz gut. Die
Gummiteile, welche zu verbauen sind, lagere ich allerdings auch
in der warmen Stube, weil - besser iss datt! :mrgreen:

Wegen des Keyster Schwimmernadelventiles: Einfach jetzt mal
den Schwimmerstand messen, sollten 24mm sein. Und dann messen,
wenn das Keyster Ventil drin ist. Der Abstand wird dann etwas
größer sein, also kleineres Niveau in der Schwimmerkammer. Das
dann durch Verbiegen der Lasche nachstellen.

:idea:

Marco
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon dirk550four » So 20. Jan 2019, 16:05

Hallo aus Rheinbach,

OK, jetzt hab ich das mit der Nadel verstanden, hatte erst gedacht es geht um die lange Nadel die unten am Schieber hängt. So eine Schwimmerlehre hab ich noch rumliegen, hab sie aber noch nie gebraucht, weil mit der 550er Vergaserfabrik alles bestens läuft.

Dann hab ich auf Youtube alle möglichen Filmchen zum Thema Verzinken gefunden. Neulich dachte ich dann, das probier ich mal aus. Hab bei ebay für ein paar Cent eine Opferanode für Außenborder geschossen und die mal an mein Netzteil gehängt. An den anderen Pol die blank gemachte und entfettete Vergaserklammer, weil ich die ja notfalls nachkaufen kann. Als Elektrolyten hab ich Wasser mit etwas Salz und einem Schuß Essigessenz verwendet. Ventilator daneben gestellt um das böse Knallgas zu vertreiben und dann mal mit Strom beaufschlagt.

zzn_image1.jpg


Sprudelt heftig, aber auf dem Kupferdraht sammelt sich schon nach ein paar Sekunden ein silberner Belag ab, auf dem Stahldraht sieht man es nicht so schnell weil der rauher ist. Nach etwa 10 Minuten hatte sich aber auch dort eine matte Zinkschicht gebildet.

zznimage2.jpg


Achtung: Die Optik der Oberfläche verschlechtert sich mit steigender Stromstärke und mit der Temperatur des Elektrolyten. Für wirklich unwiederbringliche Teile würde ich das auch nicht nicht versuchen, sondern wirklich zum Fachbetrieb gehen, die versiegeln das ganze dann auch noch mit passenden Chemikalien. Bei gehärteten Teilen wie Federn oder Schrauben über 8.8 Vorsicht wegen der Möglichkeit der Wasserstoffversprödung! Nicht daß einem noch ein sicherheitsrelevantes Teil um die Ohren fliegt. Interessant fand ich das trotzdem mal.

Schönen Sonntag noch,
Dirk

P.S.: Hab die Klammer eben nochmal mit Autosol poliert, sieht jetzt richtig gut aus :)
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Re: Begrüßung und Vorstellung

Beitragvon gruzzel » Mo 21. Jan 2019, 11:39

Moin,

geiler Versuch, super!

:idea:

Marco
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